80 Cent mehr für die rund 35.090 Gebäudereiniger gefordert - 18.02.2015


IG BAU BzV Berlin

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Wienern, wischen, wringen: Viele Gebäudereinigerinnen putzen immer mehr Fläche – ohne mehr Geld. Jetzt soll das „Turbo-Putzen“ am Tariftisch geregelt werden. Ebenso wie ein „sauberes Lohn-Plus“: Die Gebäudereiniger-Gewerkschaft IG BAU fordert 80 Cent mehr pro Stunde.

80 Cent mehr für die rund 35.090 Gebäudereiniger gefordert

Kein „Turbo-Putzen“: IG BAU will Leistungsdruck reduzieren

Saugen, fegen, wischen: Die rund 35.090 Gebäudereinigerinnen und Fensterputzer in Berlin sollen mehr verdienen. Das fordert die IG BAU Berlin. Die Gebäudereiniger-Gewerkschaft will ein „sauberes Lohn-Plus“ von 6,4 Prozent durchsetzen – für die Innenreinigung sogar 80 Cent mehr pro Stunde. Damit würde der Tarif-Mindestlohn der Branche auf einen Stundenlohn von 10,35 Euro steigen. Mit dieser Forderung will die
IG BAU in die bevorstehende Tarifrunde gehen. Davon würden neben den rund 24.990 regulär beschäftigten Gebäudereinigern auch rund 10.100 Mini-Jobber in Berlin profitieren.

„Der Lohn würde für das Reinigen von Büros und Schulen genauso gelten wie für das Saubermachen in Fabrikgebäuden“, sagt Erhard Strobel. Der Bezirksvorsitzende der
IG BAU Berlin will darüber hinaus „vernünftige Spielregeln gegen den enorm wachsenden Leistungsdruck“ in der Gebäudereinigung. „Im Moment beherrscht ein Prinzip die Branche: Immer mehr Fläche putzen – ohne mehr Zeit, ohne mehr Geld. Das ist ‚Turbo-Putzen‘ pur“, so Strobel. Reinigungskräfte würden häufig Überstunden zum Null-Tarif leisten, um die ihnen zugeteilten Büroräume, Klassenzimmer oder Altenheime überhaupt zu schaffen. Lohnerhöhungen seien so „durch umsonst geleistete Mehrarbeit verpufft“. Damit müsse jetzt Schluss sein. Die IG BAU will den Leistungsdruck am Tariftisch regeln.