Höheres „Lohn-Fundament“ für 55.720 Bauarbeiter in Berlin - 13.01.2015


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Wer auf einer Baustelle arbeitet, verdient deutlich mehr als den Mindestlohn von 8,50 Euro. Denn der Bau hat seine eigene Lohnuntergrenze. Für Facharbeiter liegt diese ab Januar bei 14,05 Euro pro Stunde, so die IG BAU.

Höheres „Lohn-Fundament“ für 55.720 Bauarbeiter in Berlin

Ab Januar: Mindestlohn auf dem Bau klettert nach oben

Höheres „Lohn-Fundament“ auf dem Bau: Für die rund 55.720 Bauarbeiter in Berlin steigt in diesem Monat der Mindestlohn. Darauf hat die IG BAU Berlin hingewiesen. „Kein Facharbeiter – vom Maurer bis zum Straßenbauer – darf ab Januar weniger als 14,05 Euro pro Stunde auf einer Baustelle in der Hauptstadt verdienen. Am Monatsende hat er dann gut 40 Euro mehr im Portemonnaie“, sagt IG BAU-Bezirkschef Erhard Strobel. Auch der Bau-Mindestlohn für Handlangerarbeiten steige: Er liegt jetzt bei 11,15 Euro, so die Bau-Gewerkschaft.

Damit liege die Lohnuntergrenze auf dem Bau deutlich über dem Stundenlohn von 8,50 Euro, der als genereller gesetzlicher Mindestlohn ab Januar gilt. Die IG BAU hatte als „Pionierin des Mindestlohns“ auf dem Bau schon Mitte der 90er-Jahre erstmals eine Lohnuntergrenze durchgesetzt. „Entscheidend für eine fair bezahlte Arbeit ist aber nicht der ‚Lohn-Sockel‘ unten, sondern der Tariflohn. Und der liegt für Bauarbeiter in Berlin bei einem Stundenlohn von 17,95 Euro“, so Strobel.
Bei Fragen zum Lohn können sich Bauarbeiter zum regulären Telefontarif an die Info-Hotline der IG BAU wenden: 0391 / 40 85 232
(Montag bis Freitag von 7 bis 20 Uhr, Samstag von 9 bis 16 Uhr).