IGA 2017 Berlin


IGA Berlin 2017 in den „Gärten der Welt“

Die Geschäftsführung der IGA Berlin 2017 – im Wesentlichen identisch mit der der GrünBerlin GmbH – und unsere Stadtbezirksverwaltung von Marzahn-Hellersdorf hatten am 13. Februar ins Freizeitforum Marzahn zu einer ersten öffentlichen Anhörung geladen. Dem waren rund zweihundertfünfzig Interessierte gefolgt, darunter Bezirkspolitikerinnen und Mitglieder des Abgeordnetenhauses. Von vorn präsentierte sich Bezirksrat Gräff rhetorisch gut und erwartungsfroh. Sachlichkeit und solide Fachkompetenz gingen hingegen vom Geschäftsführer Christoph Schmidt aus, der die Anwesenden rasch überzeugte: die IGA Berlin 2017 liegt in den richtigen Händen.

Fast vierzehn Hektar erwarben die „Gärten der Welt“ für die IGA 2017 hinzu. Auch der Kienberg soll in die Gestaltung mit einbezogen werden. Die Planungen bis Ende 2013 weitgehend abzuschließen, ist erklärtes Ziel. Bereits um Ostern erfolgen erste europaweite Ausschreibungen. Bevor die Bau- und Gartenbauarbeiten beginnen, vergeht noch mehr als ein Jahr. Die 160 Tage mit lokalen Einschränkungen der unmittelbaren IGA sind noch vier Jahre weit weg.

Anwesende stellten Fragen, äußerten Vorschläge und Bedenken.
Zu erwähnen sind m. E.:

1.) Wird nach der IGA der Eintrittspreis in die Gärten der Welt teurer?
2.) Die angedachte Seilbahn ist weder ökologisch noch finanziell nachhaltig!
3.) Hoffentlich wird es schon bald ein ständiges besetztes Info-Zelt geben?
4.) Die Natur des Wuhletales muss erhalten und geschützt werden!
5.) Wird an der Lösung des Parkplatzproblems schon gearbeitet?
6.) Die vorbildlichen Kleingartenkolonien in der Nachbarschaft wollen einbezogen sein!
7.) Kann das im Stadtbezirk geschöpfte „Sandmännchen“ zum GA-Maskottchen werden?
8.) Das Wuhle-Biotop darf nicht zum Badesee umgestaltet werden!
9.) Welche dezentralen Highlights des Großbezirkes werden präferiert?
10.) Die Fernwärmetrasse muss umweltverträglich optisch „getarnt“ werden!
11.) Wie können im Stadtbezirk mit IGA-Hilfe die Defizite an „grünen Lernorten“ abgebaut und die „Pro-Schulgärten-Initiativen“ unterstützt werden? etc.

Auf keine der Fragen und Anregungen gab es umfassende Antworten. Teils sind die Planungsstände noch nicht fortgeschritten, teils waren Gedanken neu. Herr Schmidt und die für Marketing zuständige Geschäftsführerin, Frau Langsch, nahmen alle Vorschläge mit und sicherten Marzahn-Hellersdorf und den Einwohnern eine enge Zusammenarbeit und günstige Konditionen zu. Der Umzug der Grün Berlin GmbH ins Areal der Gärten der Welt wird dies erleichtern.
Stefan Komoß brachte im abschließenden Statement zum Ausdruck, dass die IGA 2017 Chancen für den Bezirk eröffne. Vor allem hofft er, Marzahn-Hellersdorf werde endlich das angejahrte, doch eben trügerisch-falsche Schmuddel-Image von „grauer Platte“ und „Unterschicht-Klientel“ abstreifen können. Wir Marzahn-Hellersdorfer stehen zu uns, zu unserem grünen Stadtbezirk und von nun an auch zur IGA.

Bernd-R. Lehmann IG BAU

IGA Berlin 2017 online