Sichten einer Landschaft


„Sichten einer Landschaft“

Am Sonntag, 05. Februar, trafen sich zwanzig Kolleg*inn*en im „Zentrum für Kunst und öffentlichen Raum“ (Schloss Biesdorf), einer der externen IGA -Veranstaltungsorte. Kulturstadträtin Julia Witt reihte sich nach herzlich kurzen Grußworten unter die Gewerkschafter. Für die neue Schlossherrin, Grün Berlin GmbH, führte Thea Dymke durch die Ausstellung „Sichten einer Landschaft“. Die teils experimentellen Werke erweckten bei den Betrachtenden recht unterschiedliche Reaktionen. Schade für die meisten: der durch „Wolken“ aus Trecker-Reifen (Schläuchen) verdeckte Blick in den Turmhimmel. Die Erläuterungen zu etlichen wenig oder gar unbekannten Kunstprojekten zogen die Zuhörenden in ihren Bann. Orts- und sachkundige Ergänzungen alter Biesdorfer und mit DDR-Kunst Vertrauter bereicherten die angenehme Atmosphäre. Wie oft bei derartigen Veranstaltungen ergaben sich Fragen, die jede/r als Hausaufgaben mitnahm. Im Bistro an langer Tafel setzten sich die Gespräche fort und unverzüglich waren die von Doro Zinke persönlich gesponserten leckeren Torten verzehrt. Nicht so leicht verdauliche politische Themen kamen zu Beginn des Bundestagswahljahres natürlich ebenfalls auf den Tisch. Um gerechte und vor allem auskömmliche Rente für alle, unser Hauptthema 2017, machen sich nicht nur die DGB-Gewerkschaften Sorgen. Nachdem Dieter Szabadi, der Ortsvorsitzende, die Versammlung für beendet erklärt hatte, folgten die Kolleg*inn*en unserem Baumexperten Steffen Wichitill nach draußen in die nasse Kälte. Seine interessanten Beschreibungen am konkreten Holz, auch in Latein, begeisterten und knappe Anmerkungen zu den Außenbauten (von Eiskeller bis Freilichtbühne) „passten in die Landschaft“.

Bernd-R. Lehmann
IG Bauen Agrar Umwelt