Workers Memorial Day in Berlin


Workers Memorial Day in Berlin

Ein Eindruck des Berliner Jugendvorstandes

Am 28.04.2017 um 18:00 Uhr fand in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche die Ver-anstaltung der IG BAU zum Workers Memorial Day statt. Der Workers Memorial Day wurde im Jahr 1984 zum ersten Mal von amerikanischen Gewerkschaften begangen und dient seit dieser Zeit zur Erinnerung an die bei Arbeitsunfällen verstorbenen oder durch Arbeitsunfälle dauerhaft geschädigten Arbeiter auf der ganzen Welt. In Bau- und Forstwirtschaft verunglückten auch in Deutschland 2016 zahlreiche Kollegen, davon einige tödlich, viele tragen dauerhafte Schäden davon.

Die IG BAU beteiligt sich seit 2011 an diesem Gedenken. Dieses Jahr zum ersten Mal in Form einer Schweigeminute, zu der bundesweit aufgerufen wurde, und mit einem zentralen Gottesdienst in Berlin. Für den Vorstand der Ortsjugend in Berlin war es nicht nur eine Selbstverständlichkeit dieser Kolleginnen und Kollegen zu gedenken, sondern auch eine große Ehre sich zu beteiligen. Denn der Toten zu gedenken und für die Lebenden zu kämpfen, ist die zentrale Aufgabe eines jeden aufrechten Gewerkschafters.

Der Gottesdienst, an dem auch Dietmar Schäfers vom Bundesvorstand; der Regio-nalleiter der IG BAU Berlin Brandenburg, Rainer Knerler; Mitglieder der Berufsgenossenschaft Bau sowie viele Kollegen der IG BAU Berlin-Brandenburg teilnahmen, war würdevoll und ließ nichts zu wünschen übrig. Ein katholischer Priester und ein evangelischer Pfarrer gestalteten den Ablauf, die Predigt, eine klare Mahnung an die Lebenden, ein Gedenken an die Toten und ein klares Signal in Richtung Arbeitgeber, Schutzvorschriften einzuhalten, den Wert der Arbeit und des Lebens zu respektieren und nicht nur den finanziellen Aspekt zu berücksichtigen.

Zu unserem Bedauern war ein Teil der Arbeitgeber ohne Angabe von Gründen nicht anwesend und zeigte damit nicht die notwendige Solidarität gegenüber den verunfallten Kollegen. Gerade in einem sozialpartnerschaftlichen System, in dem die Arbeitgeber immer wieder darauf pochen, dass auf ihre Belange Rücksicht genommen wird, ist dies ein Unding. Wir hoffen, dass im nächsten Jahr die Arbeitgeber wieder mehr Anteilnahme zeigen.